BAULEITPLANUNG

Auf den ersten Blick scheinen Bebauungspläne nur aus vielen Geboten und Verboten zu bestehen. Doch schaut man genauer hin, wird klar, dass man auch mit Paragrafen gestalten kann.

Die Bauleitplanung ist ein wirksames Instrument der Gemeinden, die Entwicklung ihres Ortes zu lenken, Missstände zu beheben und neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei kann die erzielte Wirkung auch über den eigentlichen Geltungsbereich des Plangebietes hinausgehen. Mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Abwägungsgebot wird sichergestellt, dass alle Aspekte dieser Entwicklung beleuchtet, untersucht und gegeneinander abgewogen werden. Unterstützt von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange und der Beteiligung der Öffentlichkeit entsteht im Verfahren die Grundlage, die den späteren Bauherren die notwendige Planungssicherheit bietet.

 

ÖFFENTLICHER RAUM

Wir leben nicht nur in unserem eigenen Haus oder unserer Wohnung. Wir sind Bewohner einer Straße, eines Quartiers, wir sind in einer Stadt zu Hause. Der öffentliche Raum wird damit zur Erweiterung unserer eigenen vier Wände. Er ist Lebensraum. Hier begegnen wir Nachbarn, erledigen unsere Einkäufe, feiern Straßenfeste oder genießen die Sonne auf einer Parkbank.


Die eigene Wohnung richtet sich jeder nach seinem Geschmack ein. Im öffentlichen Raum treffen unterschiedlichste Vorstellungen und Bedürfnisse aufeinander. Kinder brauchen Platz zum Spielen und Toben, Cafébetreiber Straßenraum für Tische und Stühle. Der lokale Handel wiederum schätzt es, wenn der nächste Parkplatz nicht allzu weit entfernt und entspanntes Flanieren trotzdem möglich ist. Ein gut gestalteter öffentlicher Raum lässt genau dies zu. Er gestattet das Zusammentreffen von Menschen mit ihren individuellen Vorstellungen und muss – wo notwendig – auch unvereinbare Ansichten und Bedürfnisse aushalten können.

 

ENTWICKLUNGSKONZEPTE & SANIERUNGSGEBIETE

Die Entwicklung einer Gemeinde oder einer Stadt spielt sich auf vielfältige Weise und mehreren Ebenen ab. Impulse kommen aus dem Ort selbst, sind regional oder auch global bedingt. Ob man nun bewusst etwas dazu beiträgt oder nicht – Orte verändern sich.

Um diesen Wandel positiv für die Entwicklung der Gemeinde nutzen zu können, ist es von unschätzbarem Wert, frühzeitig Potenziale aber auch Missstände zu erkennen. Dafür sind eine detaillierte Analyse und das Zusammentragen der verschiedenen Themenbereiche in einen Maßnahmenplan unerlässlich. Gute Vorarbeit bedeutet zudem, unterschiedliche Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde einzubinden. So gelingt es, mögliche Fehlentwicklungen zu erkennen und Synergien bestmöglich zu nutzen.