>>Der intensive Austausch mit den Bauherren ist essenziell.<<

Ein gemeinsames Verständnis über die Beweggründe, Anforderungen und Bedürfnisse ist der Beginn eines durchdachten Entwurfs. Gleichzeitig erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Umfeld, dem Grundstück und bei einem Umbau auch mit dem Bestandsgebäude.

Die vorhandenen Potenziale zu erkennen und mit den Zielvorstellungen zu verknüpfen ist unser Anliegen und unser Anspruch. Nur so kann die Gestaltung bestmöglich entwickelt und die spätere Nutzung optimiert werden. 

 

WOHNUNGSBAU

>>Ein Gebäude zu planen bedeutet viel mehr, als nur die Farbe der Badezimmerfliesen oder die Größe der Küchenschränke auszusuchen.<<

Das eigene Wohnumfeld ist etwas sehr Privates. Die ersten Planungsschritte sind entsprechend sorgfältig zu gehen, um die Komplexität zu reduzieren und individuelle Bedürfnisse, Raumaufteilung, gewünschte Materialien und Budget in Einklang zu bringen.

Als Architekten erleben wir, wie das gemeinsame Planen und Entwickeln von Vorstellungen nach und nach ein reales Gebäude entstehen lässt. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, wenn Vorlieben neu bewertet und die Entdeckung von bisher Unbekanntem zu veränderten Sichtweisen führt. Ein Gebäude zu planen bedeutet viel mehr, als nur die Farbe der Badezimmerfliesen oder die Größe der Küchenschränke auszusuchen. Erst die Reflektion des eigenen Bedarfs, die Beschäftigung mit Alltagsabläufen und Gestaltungsvorstellungen bewirkt, dass das geplante Wohnhaus zu einem behaglichen Zuhause für seine Bewohner wird.

 

Und dann gibt es den Anteil der Planung, der über die individuellen Wünsche hinaus geht. Zu bauen, bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Jedes Gebäude wird Teil eines Straßenraumes und muss sich in diesen einfügen, was aber nicht heißt, dass die Gestaltung es dem Bestand gleichtun müsste. Auch Neues und Modernes kann das bestehende Umfeld positiv prägen und beleben.

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Wer sich heute entschließt, ein Haus zu bauen, kann von zahlreichen technischen Errungenschaften profitieren. Neben Luftdichtigkeit und Dämmung gehört eine zeitgemäße Haustechnik zur Grundausstattung: Flächenheizungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen gestatten den Einsatz von Wärmepumpen. Zentral oder dezentral arbeitende Lüftungsanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zu guter Raumluft und minimieren gleichzeitig den Wärmeverlust beim Luftaustausch. Luftfilter ermöglichen uns, frei von Pollen auch im Frühling durchzuatmen. Auf dem Dach installierte Photovoltaik-Module produzieren den Strom, der in hauseigenen Batterien gespeichert und für Wärmepumpe und Elektroauto genutzt wird. Wir sind auf dem besten Weg, mit einem Gebäude mehr Energie zu produzieren als es für seinen Unterhalt notwendig wäre. Um diese Entwicklung bestmöglich umzusetzen, arbeiten wir interdisziplinär mit Fachingenieuren sowie Fachfirmen zusammen.

 

UMBAU & SANIERUNG

„Da noch Geld reinstecken? Das lohnt sich doch gar nicht! Ein Abriss und Neubau wären doch viel günstiger!“



So manch marodes Gebäude mag zu dieser Aussage verleiten. Doch häufig täuscht der erste flüchtige Blick. Wir raten Ihnen, sich etwas Zeit zu nehmen und die Möglichkeiten abzuwägen. Häufig können schon kleine Veränderungen den Charakter eines Hauses aufwerten: Eine größere Fensterfläche lässt natürliches Licht tiefer in den Raum scheinen. Ein Anbau gestattet eine neue Raumaufteilung und bringt Platz für sich verändernde Ansprüche. Der Rückbau von Innenwänden oder abgehängten Decken lässt einst enge Zimmer luftiger erscheinen und schafft mehr nutzbaren Raum.

>>Erfahrung und Fantasie sind gute Begleiter, um aus alten Mauern etwas Neues entstehen zu lassen.<<

Um die bestmögliche Symbiose aus bestehender Bausubstanz und Neuem zu erreichen, sind bisweilen mutige Entscheidungen gefragt. Dass dabei bestehende Strukturen vorgegeben sind, mag die Änderungsmöglichkeiten scheinbar eingrenzen, doch selten beschränken.

 

Gleichzeitig fördert die Nutzung vorhandener Bausubstanz den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Das schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Zudem sind manchmal aufgrund baurechtlicher Einschränkungen die Gestaltungsmöglichkeiten dank des Bestandschutzes sogar größer als bei einem Neubau.

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Fotografische Einblicke: Vor und nach dem Umbau

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Fotografische Einblicke in den Prozess einer Dachaufstockung

 

DENKMALSCHUTZ

Denkmalgeschützte Bauten bieten ein einzigartiges Wohngefühl. Die Kunst beim Umbau und der Sanierung besteht darin, den Charme und die Qualitäten der alten Gemäuer wiederaufleben zu lassen und dennoch eine zeitgemäße Wohnnutzung zu ermöglichen. Trotz der eingeschränkten Veränderungsmöglichkeiten lassen sich mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde in der Regel gute Lösungen und Kompromisse finden. Die besondere, geschichtsträchtige Atmosphäre, die solche Räume nach der Renovierung ausstrahlen, ist durch nichts zu bezahlen.

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Manchmal genügt schon eine professionelle Reinigung, die eine Tür, Stuckdecke, ein Gesims oder Ornament wiederbelebt. Sollten die bestehenden Farben durch einen Gutachter nicht mehr zu belegen sein, erstellen wir ein Farbkonzept zur Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

 

INNENAUSBAU

>>Es ist ein anspruchsvoller Prozess, sich von den Bildern der Hochglanzzeitschriften ein Stück weit zu lösen und zu erkunden, wie man wirklich wohnen möchte.<<

Wir alle sind umgeben von schier unendlichen Wohnangeboten und schönen Hochglanzbildern. Es ist ein anspruchsvoller Prozess, sich davon ein Stück weit zu lösen und zu erkunden, wie man wirklich wohnen möchte. Der “Weg“ lohnt sich, um eine Atmosphäre zu schaffen, die Wohlempfinden erzeugt und auch über einen längeren Zeitraum Bestand hat.


Ein besonderes Grün, eine Erinnerung an einen Urlaub in Italien, die Begeisterung für natürliche Materialien – eine Grundidee hilft, die Ziele für die Umgestaltung der Räume zu formulieren. Sie erleichtert die Wahl von Farben und Materialien und wächst zum stimmigen Gesamtkonzept.

Ideal sind natürliche, robuste und langlebige Materialien, die bestenfalls lokal zu beschaffen sind. So wird eine nachhaltige Baukultur unterstützt. Neben den gestalterischen Aspekten sind auch die jeweiligen Materialeigenschaften von Relevanz. Geeignete Putze unterstützen beispielsweise die Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts und verhindern so die Schimmelbildung.

 

ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

Bei der Planung von Gebäuden, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, ist der Austausch mit den individuellen Nutzern in der Regel nicht möglich. Die Planung wird folglich nicht an die persönlichen Vorlieben eines Einzelnen angepasst, sondern an die Bedürfnisse des zu erwartenden Nutzerkreises. Hinzu kommen vielschichtige rechtliche Auflagen und Anforderungen, die mit dem Gestaltungskonzept in Einklang gebracht werden müssen.

Mit durchdachten Raumkonzepten und Einrichtungsdetails wird die Grundlage für eine optimale Nutzung geschaffen. Manchmal müssen diese Gebäude auch unterschiedlichste Aktivitäten ermöglichen. Dann wird z. B. die Gemeindehalle mittags für die Gymnastikstunde, abends für ein Konzert und am Wochenende für das Gemeindefest genutzt. Durch die gezielte Einbindung von flexiblen Trennwänden, steuerbaren Beleuchtungskombinationen oder schallregulierenden Materialien in die Raumgestaltung, können kompromissfähige Lösungen unterstützt werden.

Durchgängige Sicherheits- und Hilfsausstattungen gewährleisten, dass sich Kinder, behinderte oder ältere Menschen als selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft fühlen können.